Verbandsliga: 17-Jähriger vom TuS Nettelstedt II sorgt für Punktgewinn - Jungspund Jannik Ames wirbelt

Nettelstedt(pbü). Der erste Saisonzähler ist eingetütet: Handball-Verbandsligist TuS Nettelstedt hat sich durch ein Last-Minute-Siebenmetertor beim 34:34 (18:15) gegen die Spvg. Steinhagen einen Punkt erkämpft.

 

Als René Glöckner nach einem Foulspiel an Jannik Ames an die Siebenmeterlinie trat, war die offizielle Spielzeit in der Sporthalle Nettelstedt bereits abgelaufen. Diese letzte Aktion der Partie gegen die Spvg. Steinhagen bot der Zweitligareserve des TuS beim Stand von 33:34 die Chance auf den Ausgleich.

Glöckner verzögerte einmal und traf dann mittig ins Tor. Die Unparteiischen Sven Caspari und Sven Windmann beendeten unmittelbar danach das Spiel, der Rest war Nettelstedter Jubel und Steinhagener Resignation. Die ersten Gratulanten, die Glöckner feixend in die Arme sprangen, waren Chris Byczynski und Dennis Strothmann. »Das war eindeutig ein verlorener Punkt«, ärgerte sich im Anschluss Steinhagens Trainer Michael Bohnemeier.

Zuvor hatte sich der TuS Nettelstedt durchaus nicht immer leicht getan. Es dauerte bis zur neunten Spielminute, ehe Niklas Spreen, der ein starkes Spiel ablieferte, mit dem Treffer zum 6:5 die erste Führung für die Gastgeber gelang. In der Folge blieb die Partie eng, bis insbesondere Tore von Spreen – Nettelstedts Nummer 14 markierte insgesamt sechs Treffer – den TuS bis auf 17:13 (26.) voranbrachten. Insbesondere Mittelmann Jannik Ames konnte schalten und walten wie er wollte. Der 17-Jährige feierte ein überzeugendes Verbandsligadebüt. »Er hat wenige Fehler gemacht und viel Verantwortung übernommen«, lobte Nettelstedts Trainer Sebastian Redeker den Youngster.

Der 18:15-Pausenstand verlieh den Hausherren gleichwohl nicht die nötige Sicherheit, um sich frühzeitig für einen Heimsieg zu empfehlen. Die Steinhagener antworteten nach der Pause mit konsequenten Abschlüssen und holten sich dank einer 5:0-Serie die Führung zurück (20:18, 39.). Zu diesem Zeitpunkt war auf Seiten der Nettelstedter Maurice Schirge bereits nicht mehr dabei. In seiner ersten Aktion nach seiner Einwechslung traf er einen Steinhagener Gegenspieler an der Brust und sah dafür Rot. Redeker: »Aus meiner Sicht war das zu hart. Zwei Minuten hätten es auch getan.«

Der TuS lief weiter an, kam mehrfach bis auf einen Treffer heran, musste zwischendurch beim 25:29 (49.) aber wieder abreißen lassen. Die Steinhagener überzeugten nun vor allem wieder mit erfolgreichen Gegenstößen.

Dass Siegeswille innerhalb der Mannschaft des TuS Nettelstedt II vorhanden ist, zeigte die nun folgende Aufholjagd. Die drohende Heimniederlage vor Augen blieb der TuS konzentriert, spielte seine Systeme durch und markierte entsprechend Treffer. 122 Sekunden vor dem Ende erzielte Dennis Strothmann beim 34:32 für die Gäste das letzte Steinhagener Tor. Jannik Ames verkürzte auf 33:34 aus TuS-Sicht (59.), die Steinhagener nahmen 38 Sekunden vor dem Schlusspfiff noch eine Auszeit – und dann schlug die Stunde von René Glöckner.

TuS Nettelstedt II: Hucke, Grzesinski – Schmidt (1), Nedeljkovic (3), Schirge, Krassort, Spreen (6), Oevermann, Thielking (2), Glöckner (8/5), Ames (6), Byczynski (8) Rote Karte: Schirge (35., Foulspiel)

Jubelt über den einen Zähler: Sebastian Redeker.

Quelle: Westfalen-Blatt Lübbecke vom 24. September 2018

 

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