Spielberichte

Handball-Bezirksliga 2. Frauen: TuS Nettelstedt 2 – HSG Espelkamp-Fabbenstedt 1: 24:19

Die Aufgabe für dieses Wochenende wurde bereits am letzten Mittwoch verkündet und lautete: „Lasst euch von Espelkamp nicht in die Suppe spucken.“ Diese Ansage zog sogleich zwei Konsequenzen nach sich:

1. einen zur allgemeinen Erheiterung beitragenden Tiervergleich, den die Autorin an dieser Stelle nicht detailliert wiedergeben möchte.

2. eine für den Teamzusammenhalt durchaus förderliche Trainingseinheit bestehend aus Kicken, Pizza, Championsleague und sehr viel Lachen.

So eingestimmt auf unser Duell gegen die Nachbarn aus dem Norden, konnte die erste Frage in der Kabinenansprache vor dem Spiel nur eine sein: „Wer ist eigentlich bei „Let's dance“ rausgeflogen?

Wir wissen es leider bis heute nicht. Der Trainer hatte nicht zu Ende geguckt und auch sonst gab es niemanden, der es nach dem Freitagstraining noch so lange mit offenen Augen ausgehalten hatte. Kyras stumme aber durchaus sichtbare Missbilligung der Tatsache, dass überhaupt irgendjemand diese Sendung verfolgte, wurde zu allem Überfluss auch noch als vom Trainer verbotenes Klobedürfnis fehlinterpretiert. Die alten Handballweisheiten, die er dann noch zu transportieren versuchte, drangen vor diesem Hintergrund wohl nicht voll zu uns durch. Eine quasi ganz normale Kabinenrede also, die zu so viel Verwirrung führte, dass wir nicht mal einen Spielball mit zur Begrüßung nahmen. Als dann aber endlich alles an seinem Platz war, konnte es losgehen.

Wie eigentlich immer gegen Espelkamp bahnte sich auch dieses Spiel wieder als Abwehrkampf an, kräftezehrend und torarm. Der Spielstand nach 10 Minuten bestätigte bereits den Anfangsverdacht: 3:3. Erst etwas später, ab der 13. Minute, gelang es uns nach und nach, etwas Abstand herzustellen. Über 6:3 (13.), 8:5 (20.) und 11:7 (24.) ging es in den 12:8-Halbzeitstand. Torgarant waren bis dahin gut freigespielte Außen und überdurchschnittlich viele 7-Meter (5 Stück!), die allesamt verwandelt werden konnten.

In der zweiten Halbzeit bauten wir den Vorsprung zunächst auf 6 Tore aus (33., 14:8), Espelkamp ließ sich aber nicht dauerhaft abschütteln. Und so variierte unser Vorsprung immer zwischen 4 und 5 Toren und sackte nur ein Mal auf 3 Tore ab (19:16, 48.). Erwähnenswert war jedoch die Übersichtlichkeit auf dem Spielfeld. Diese war nicht nur der Tatsache geschuldet, dass die Gegnerinnen Julz dauerhaft aus dem Spiel nahmen und unsere Angriffe so auf ein 5-gegen-5-Spiel reduziert wurden. Vielmehr trugen auch die sechs 2-Minuten-Strafen allein in der zweiten Halbzeit zu etwas mehr Platz auf der Platte bei. Gut war: Wir ließen uns dadurch nicht irritieren und auch nicht um Torerfolge bringen. Die Abwehr stand ebenfalls größtenteils stabil und bombenstark zeigte sich Kyra im Tor (wir sollten sie vor dem Spiel öfter mit unseren Fernsehvorlieben schockieren).

Endstand 24:19. Ein sauberer Sieg, eine ausgeglichene Torverteilung über fast alle Spielerinnen und insgesamt eine gut gelaunte Woche. Mehr davon.

Corinna Kolbe, Kyra Sudeck/ Jacky Meier (2), Jacky Kremser (1)/ Jaqui Burmester (3)/ Julz Schilling (7/5), Paula Laubenstein,/ Nadine Schilling (1), Natze Kremser (2)/ Anika Westerhoff (3), Julia Grotefeld (3)/ Tina Kottkamp (1), Sunny Dauks (1)

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