Eine Punktlandung

FRAUEN-VERBANDSLIGA: Stahnke gleicht 24 Sekunden vor Schluss aus

Lübbecke-Nettelstedt. 50 Minuten lang sah die HSG Hüllhorst wie der Derbysieger aus. Als Janina Hülsmeier mit drei Zeitstrafen ausscheiden musste, nutzte Gastgeber TuS Nettelstedt II jedoch die Chance und kam noch zum Ausgleich.

Friederike Stahnke erzielte im Derby der Frauenhandball-Verbandsliga 24 Sekunden vor Schluss den Treffer zum 21:21 (9:14)-Endstand. „Wir haben einen Punkt verloren“, stellte HSG-Trainer Marco Stremming anschließend fest. „Wir haben gekämpft, eine gute Moral gezeigt und uns den Punkt verdient“, sagte TuS-Trainer Sebastian Winkler.

Der TuS Nettelstedt II führte nur beim 1:0, hatte ansonsten jedoch große Schwierigkeiten im Angriff und scheiterte immer wieder an Torhüterin Silke Poggemöller. Die HSG Hüllhorst drehte den Spieß gleich zum 1:5 um, nutzte die Ballgewinne auch über Konter und traf, wenn auch oft abgefälscht, aus dem linken Rückraum. Stremming: „Der hat mit sieben Toren in der ersten Halbzeit gestochen!“ Als Silke Poggemöller nach dem 12:16 einen Siebenmeter und den Nachwurf von Friederike Stahnke abwehrte und die HSG Hüllhorst durch den einzige Treffer aus dem linken Rückraum nach der Pause von Kirsten Johannleweling zum 12:18 traf, schien die Vorentscheidung gefallen.

Nach dem 14:19 (49.) wurde es in dem Derby aber noch einmal spannend. Als Isabel Kauffmann mit einem Konter das 16:19 (50.)erzielte, bekam Janina Hülsmeier eine Zeitstrafe zugesprochen, die nach einer Bemerkung von den Unparteiischen Hoppe/ Warkus noch verdoppelt wurde. „Das gibt es doch gar nicht habe ich nur gesagt, und auch der Schiedsrichter hat am Kampfrichtertisch noch bestätigt, dass es nichts Schlimmes war“, ärgerte sich die Hüllhorsterin Spielerin, die nach ihrer ersten Zeitstrafe bereits vor der Pause nun die rote Karte sah und auf der Tribüne Platz nehmen musste.

„Das war für mich der Knackpunkt, denn mit ihr steht und fällt unser Spiel“, merkte Marco Stremming an, zumal gleich noch weitere Zeitstrafen gegen Isabel Lehmann (54.) und Gina Redeker (55.) nach dem 18:19 durch ein Kontertor von Friederike Stahnke folgten. Carolin von der Ahe, die bei Überzahl in der Deckung als vorgezogene Spielerin agierte, erzielte den Ausgleich.

Gerade wieder komplett geworden, traf Nina Kuhlmann zum 20:21 für die HSG Hüllhorst. Per Siebenmeter glich Friederike Stahnke aus. Auf der Gegenseite verwandelte Nina Kuhlmann ihren fünften Siebenmeter zum 20:21. Friederike Stahnke zog aus dem Rückraum ab, markierte 24 Sekunden vor Schluss das 21:21 und sorgte für Jubel bei den Mitspielerinnen. Hüllhorst gelang kein erfolgreicher Abschluss des letzten Angriffs mehr.

„Friederike Stahnke hat nach drei verworfenen Siebenmetern Nervenstärke am Ende gezeigt“, lobte Nettelstedts Trainer Sebastian Winkler und strich zudem die Leistung Carolin von der Ahes heraus. „Wir bekommen es immer wieder hin, ein Spiel aus der Hand zu geben, aber vielleicht wird der Punkt noch wichtig“, tröstete sich Marco Stremming angesichts eines noch schweren Restprogramms seiner Mannschaft an den letzten drei Spieltagen.

TuS Nettelstedt II: Kaiser, Oevermann, Bulk; Heitmann (1), Stahnke (7/5), Brune (2), Kottkamp (1), von der Ahe (7), C. Hucke (1), Weber (1/1), Kauffmann, Schlotzhauer, Olbrich.


Aus nach 50 Minuten:
Für Janina Hülsmeier, hier beim Wurf, war nach drei Zeitstrafen Schluss.


Kurz vor Schluss:
Carolin von der Ahe dreht nach dem 21:21 jubelnd ab, während Hüllhorsts Torhüterin Silke Poggemöller versucht, nach Ball schnell wieder ins Spiel zurück zu bringen.

Geschafft: Karolin „Strebi“ Weber mit der am Ende nervenstarken Friederike Stahnke (am Boden), die die letzten beiden Treffer für Nettelstedt II zum 21:21 gegen Hüllhorst erzielte.

TEXT UND FOTOS: WILFRIED BRASE

Quelle: Neue Westfälische Lübbecke

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