HANDBALLKISTE: Waldmann bei zwei Spielen auf der Tribüne

Lübbecke(wib). Groß war die Aufregung vor dem Bezirksliga-Derby in Rahden beim TuS Nettelstedt II. Spielt er oder spielt er nicht? hieß die Frage. Die Antwort, das es sich bei Thorsten Waldmann um eine automatisch in Kraft tretende Sperre handelt, kam am Tag vor dem Spiel beim TuS SW Wehe von der Staffelleitung. Nach Auskunft von Abteilungsleiter Christian Hucke behielt sich der Verein eine Einspruchsmöglichkeit vor, da im Spielprotokoll bei der Begründung der roten Karte in der Schlussminute des voraufgegangenen Spiels gegen Lahde zwar die Regel 8.10 angegeben war, jedoch der Buchstabe c zur Einordnung fehlte. Dieser besagt, dass der Spieler ohne Benachrichtigung oder Verfahren für das nächste Spiel gesperrt ist.

Durch den 34:29-Sieg erübrigten sich jedoch alle Überlegungen zwecks weiterführender Schritte. Auch der TuS SW Wehe hakte das Derby als „verdiente Niederlage“ ab. „Wir hatten in der ersten Halbzeit sicherlich unsere Chancen, standen am Ende nur noch zu Dritt auf dem Parkett“, sagte Wehes Rückraumspieler Henrik Emshoff, als er die Partie Revue passieren ließ. Da die Entscheidung frühzeitig gefallen war, löste der Sieg beim TuS Nettelstedt II nach den 60 Minuten auch keine Jubelstürme mehr aus. Torwart Oliver Schütte hoffte auf die dann auch tatsächlich eingetretene Schützenhilfe von GWD Minden III, die für einen Drei-Punkte-Vorsprung gegenüber dem Tabellendritten TuS Hartum sorgte. „Wir haben unser Heimspiel gegen den HCE Oeynhausen auch noch nicht gewonnen. Es kann noch eng werden“, sagte Schütte, der im Tor nach 40 Minuten Manuel Nottmeier Platz machte.Für Thorsten Waldmann waren es in Rahden trotz des Start-Ziel-Sieges nicht unbedingt 60, aber dennoch 50 spannende Minuten, die er von der Tribüne aus verfolgen musste. „Das ist noch schlimmer als verletzt zu sein“, kommentierte Waldmann, der auch schon zuvor als Co-Trainer des Frauen-Verbandsligisten TuS Nettelstedt II ein weiteres Spiel auf den Zuschauerrängen verbracht hatte. Dort musste er mehr um den Sieg bangen, der erst mit einem 5:0-Lauf in den letzten acht Minuten gegen den VfB Holzhausen gelang. „Egal, wie wir vorher gespielt haben und wie der Sieg zustande gekommen ist - Hauptsache wir haben gewonnen. Das sind zwei Bonuspunkte für uns“, strich Trainer Sebastian Winkler heraus. Für den TuS Nettelstedt II, der sich mit 20:14 Punkten in der oberen Tabellenhälfte etablierte, geht es am Samstag mit einem Auswärtsspiel bei BSV Roxel weiter, während es die HSG Hüllhorst am Sonntag mit dem VfB Holzhausen zu tun hat.


Bezirksliga-Derby abgehakt: Henrik Emshoff (Wehe) und Stefan Bruns (Nettelstedt II) nach dem Schlusspfiff in Rahden. Nettelstedt II siegte souverän mit 34:29.


Verbissener Kampf um den Ball: Karolin Weber, Speielrin des TuS Nettelstedt II (r.), behauptet sich.


Jubel nach dem Schlusspfiff: Tina Kottkamp (v.l.), Claudia Hucke, Sebastian Winkler und Matchwinnerin Carolin von der Ahe.Fotos Wilfried BraseQuelle: Neue Westfälische Lübbecke

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