Annika Bier krönt die Aufholjagd

Handball-Frauen-Regionalliga: TuS Nettelstedt erkämpft 29:29-Remis bei Bayer Leverkusen

Leverkusen/Nettelstedt (WB).
Ausdauer zahlt sich manchmal aus: Fast das komplette Spiel sind die Handball-Damen des TuS Nettelstedt gestern hinter der Bundesligareserve von Bayer Leverkusen hergelaufen - und haben kurz vor Schluss den ersten Ausgleich zum 29:29-Endstand erzielt.

Bei den selbsternannten Handball-Elfen blieb das märchenhafte Ende für die Gastgeberinnen aus, weil sich der TuS Nettelstedt während der 60 Minuten nie aufgeben hat und diese vorbildliche Einstellung gestern am Ende dann doch noch belohnt worden ist. Leverkusen war früh auf und davon gezogen, hatte sich über 2:2, 8:6, 10:6 zur Pause auf 15:11 abgesetzt. In der zweiten Hälfte hatte Bayer dann über 20:15 bis zum 26:21 nachgelegt. Danach aber zeigten die Roten Moral! Genau 58 Minuten und 45 Sekunden waren gespielt, als Nettelstedt nach fast ebenso langer Aufholjagd doch noch den zwischenzeitlich nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich erzielt hat. Annika Bier war die Glückliche, die für Jubelszene auf der Nettelstedter Bank sorgte. Als der TuS danach den folgenden Angriff der Bayer-Damen abgewehrt hatte, setzte er nicht mehr alles auf die Karte Sieg, sondern konzentrierte sich darauf, den einen Punkt heile über die Zeit zu bringen - was dann ja auch gelungen ist. Zehn Minuten vor Schluss hatte es danach ganz und gar nicht ausgesehen, denn da lagen die Roten scheinbar aussichtslos mit 21:26 zurück - »und normalerweise geht sowas dann in Leverkusen richtig in die Hose, da verliert man dann auch schnell mal mit zehn Toren Differenz«, schwante Trainer Jerry Meyer da schon Böses. In einer Auszeit zog er dann »die letzte Option« und stellte Barbara Wojciechowska auf die Mittelposition. Für den folgenden Kraftakt hatte er Lob übrig: »Wirklich, ganz große Klasse, Kompliment an meine Mannschaft, das sie das gedreht hat!«


Gut drauf: Barbara Wojciechowska (links) und Nina Kuhlmann freuten sich über den Punktgewinn in Leverkusen. Foto: Ingo Notz

Ihren Anteil daran hatte auch Zuzana Altenwolf: Die - noch unter ihrem Mädchennamen Pospisilova - ehemalige Bundesliga- und Nationalspielerin feierte eine gelungene Rückkehr nach ihrem Sehnenriss in der Fußsohle: »Zuzana hat das Spiel mit all ihrer Erfahrung beruhigt«, war Meyer dankbar, dass die Altinternationale wieder zur Verfügung stand. Ein Extralob ging auch an Torhüterin Nina Kussmann, die diesmal die vollen 60 Minuten durchspielen musste, nachdem Bianka Kostka kurzfristig mit Magen-Darm-Problemen ausgefallen war. Nach der Punkteteilung im Hinspiel war Jerry Meyer mit dem erneuten Remis mehr als glücklich und peilt nun endgültig Rang drei im Endklassement an. Platz vier ist dem TuS seit gestern schon nicht mehr zu nehmen!
TuS Nettelstedt: Kussmann, Bulk; Kuhlmann, Wojciechowska 4, Bugla, Antal 5, Hülsmeier, Altenwolf, Korandova 11, Bier 5/4, von der Ahe 2, Schubauer 2.

Artikel vom 26.04.2010

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