Verbandsliga: TuS Nettelstedt II bringt 34:29-Sieg gegen Rödinghausen problemlos ins Ziel - Feuerwerk in Halbzeit eins

Nettelstedt (Kru). Der TuS Nettelstedt II hat die nächste Bewährungsprobe in der Handball-Verbandsliga bestanden und bleibt Kreisrivale LiT NSM II nach dem 34:29 (20:17) gegen den bis dato nur einen Punkt schlechter gestellten CVJM Rödinghausen auf den Fersen. »Ich bin richtig stolz auf meine Truppe. Immerhin haben wir in der Woche kaum trainieren können«, freute sich Trainer Sebastian Redecker.

Die Gäste versuchten es beim torhungrigen und angriffswütigen TuS von Beginn an mit einer Manndeckung gegen Jan Schröder. Dem merkte man angesichts manch verzerrtem Gesichts die Schmerzen seiner Verletzung an, die ihn das Training ausfallen lässt. »In der Woche wissen wir mehr. Dann kommt Jan ins MRT, so dass der Ursache auf den Grund gegangen wird«, erklärt Coach Redecker. Der Nettelstedter Torjäger biss aber auf die Zähne, stellte sich in den Dienst seiner Mannschaft und kam – weil Rödinghausen noch vor dem Pausenpfiff vom taktischen Mittel der kurzen Deckung absah – auf satte neun Treffer. Zunächst aber überließ er die Räume seinen Mitspielern, die diese mit für die Verbandsliga unglaublicher Dynamik zu nutzen verstanden. Fast jeder Angriff war ein Treffer. Auch, weil die Mannen um den starken Spielmacher Tobias Oevermann fast durchweg die richtigen Entscheidungen trafen. Dem hatte das zwar ständig dagegen haltende, aber spielerisch unterlegene Team aus Rödinghausen nichts entgegenzusetzen. Immer wieder wurde der CVJM genarrt, hier durch Kreisläufer Axel Pohnke, dort von Linksaußen René Glöckner. Allerdings stand die Nettelstedter Defensive nicht nach Wunsch, so dass der Gast bis zum 8:8 mithalten konnte. Danach setzte sich der TuS langsam ab, erst auf 10:8, dann auf 12:9 sowie auf 14:10 – und schließlich auf 19:13 (27.). Durch schwache Abschlüsse wurde Rödinghausen aber zum Torewerfen eingeladen und verkürzte bis auf 17:19, ehe Schröder einen Direktfreiwurf mit dem Pausenpfiff zum 20. Nettelstedter in die Maschen drosch.

Nach dem Wechsel sorgte Torhüter Jan Wesemann dafür, dass die Torausbeute der Gäste geringer ausfiel, als noch in den ersten 30 Minuten. Allerdings stand nun auch die CVJM-Defensive besser. Allerdings lagen die Hausherren weiter ständig mit vier, fünf Toren vorn, ließen den Gegner gut drei Minuten vor Spielende beim 27:30 aber auf drei Tore herankommen. Rödinghausen versuchte es nun mit offensiverer Deckung, was aber insbesondere ein nun stark aufspielender Chris Byczynski bestrafte.

TuS Nettelstedt II: M. Schröder, Wesemann; Steinhauer, Kruse, Schirge (3), J. Grzesinki (1), Spreen (1), Oevermann (5), Pohnke (6), Glöckner (6), Schröder (9), Byczynski (3)

Jan Schröder und seine Mitspieler übten mächtig Druck auf die Rödinghauser Abwehr aus. Foto: Volker Krusche

Quelle: Westfalen-Blatt Lübbecke vom 20. November 2017