Spielberichte

Frauen-Bezirksliga: TuS Nettelstedt 2 – SC Petershagen 1: 25:19

Draußen ist es kalt und dunkel, der Winter zieht ein und lässt uns alle zittern. Doch wir haben für euch ein wirksames Mittel gegen kalte Füße und fröstelnde Glieder: Ein Besuch in unserem Wohnzimmer garantiert immer eine paar hitzige und spannungsreiche Stunden. Und so sollte es auch an diesem Wochenende nicht nur für die Spielerinnen auf dem Feld, sondern auch für die mitfiebernden Zuschauer ordentlich Grund zum Schwitzen geben.

Dass die Partie gegen den Gast aus Petershagen kein Selbstläufer werden sollte, war von vorn herein klar und wurde vom Trainer auch deutlich betont. Dennoch war die gesamte Mannschaft nach einer kämpferischen Ansage in der Kabine hochmotiviert, die Punkte in den heimischen 4 Hallenwänden zu verteidigen. Die Taktik: Ausbau des Tempospiels und breite Spielanlage unter Einbeziehung aller Abschlussmöglichkeiten. Mit einer endlich wieder vollbesetzten Bank sollte das jawohl zu schaffen sein.

Los ging es allerdings mit einigen torlosen Minuten. Weder der Gegner noch wir selbst konnten den Ball im Tor unterbringen. Die Gründe dafür waren auf beiden Seiten vielseitig: Torhüter im Weg, schlechte Abschlüsse, technische Fehler. Was sich bereits zu diesem Zeitpunkt abzeichnete: Entscheidender Faktor der Partie sollte wie so oft eine solide und ausdauernde Abwehrleistung sein. Und diese bahnte sich in unseren Reihen zumindest schon einmal an.

Die erste Halbzeit verlief ausgeglichen. Bis zur 18. Minute (7:7) folgte ein Unentschieden auf das andere, in der 21. Minute setzten wir uns erstmalig mit 3 Toren ab (10:7), konnten den Vorsprung aber nicht halten, sodass es mit einem 12:12 in die Halbzeit ging. Das angekündigte Tempospiel zeigten wir bis zu diesem Zeitpunkt in Ansätzen, hielten es aber noch nicht konsequent genug durch und auch im Positionsangriff fehlte die nötige Effektivität. Aber wäre ja auch langweilig, wenn es nichts zu verbessern gäbe...

Neustart also in der zweiten Halbzeit oder: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Den Anstoß gab die Einwechslung von Michi beim ersten 7-Meter für Petershagen zu Beginn der 2. Halbzeit (31. Minute): Sie kam, sah und kickte den Ball mit dem Fuß gen Außenlinie. Danach folgte eine Siegerfaust und ein Überspringen von Michis Entschlossenheit auf die gesamte Mannschaft. Wir kämpften von da an noch ein wenig härter und hielten den Gegner so besonders in der Abwehr gut in Schach. Ein Unentschieden ließen wir beim 13:13 (35. Minute) ein letztes Mal zu. Danach behaupteten wir bis zur 43. Minute mindestens 1 Törchen Vorsprung, wechselten zwischen einer 2- und einer 3-Tore-Führung bis zur 52. Minute (19:17) und machten den Sack beim 22:17 (54. Minute) bereits zu. In den letzten 5 Minuten hieß es nochmal Konzentration hochhalten und nicht nachlassen, dann konnten wir uns über einen am Ende deutlichen 25:19-Sieg freuen.

Hervorzuheben sind: Gute Abwehr- und überragende Torhüterleistungen, eine zwar körperlich unterlegene Paula, die dennoch mit viel Biss der gegnerischen Schlüsselspielerin über 60 Minuten Paroli bot und ein gelungener Einstand unserer „neuen“ Janina, die nach überstandener Verletzung das 7-Meter-Werfen nicht verlernt hat. Und insgesamt: Ein Teamerfolg auf ganzer Linie.

Was wir noch üben wollen: Den Abschluss gleichmäßig über alle Positionen suchen, effektiver durchstoßen und JUBELN! Kommt schon Mädels, beim nächsten Mal möchte ich euch wieder tanzen sehen. Wer das nicht verpassen will: Schaut doch gern wieder zum „Aufwärmen“ vorbei.

Corinna Vallo, Michele Berning, Kyra Sudeck/ Jacky Meier (1), Anika Westerhoff/ Julz Schilling (2), Janina Grothaus (7/6)/ Henne Maschmann (2), Tinte Schilling/ Jaqui Burmester (2), Marie Schilling (4)/ Paula Laubenstein (2), Julia Grotefeld/ Tina Kottkamp (4), Sunny Dauks (1)